Feeds:
Artikel
Kommentare

Mit ‘SWN’ getaggte Artikel

Stars Without Number

Eigentlich bin ich ja kein wirklicher Oldschool-Fan und mit *D&D kann ich eher wenig anfangen. Im Grunde würde ich die OSR also eigentlich ignorieren, wenn da nicht ein Ansatz wäre, den ich recht spannend finde, nämlich die klassische Hex-Sandbox.

Und es gibt ein cD&D-basiertes und sogar noch kostenlos verfügbares System, das sehr schöne Sandboxing-Tools bietet: Stars Without Number.

Das Regelwerk teilt sich in zwei Teile: Erstmal die eigentlichen Spielregeln am Tisch (Charaktergenerierung, Ausrüstung, Psionik, Raumschiffe und Raumkampf, Kampf). Diese sind weitestgehend unspektakulär und so, wie man sie bei einem DnD-Derivat eben erwartet: klassen- und stufenbasiert, passive Parade, Angriffswurf mit W20. Auffällig ist eigentlich nur das Fertigkeitssystem, das auch in den Kampf recht gut integriert ist.

Allgemein lässt sich sagen, dass die Regeln, selbst wenn man den Oldschool-Ansatz nicht unbedingt mag, wenigstens nicht im Weg stehen. Ein ausführliches Kapitel mit Gedanken des Autors zu seinen Regeln bietet Anregungen, wie man das System ver- oder entschärft oder erweitert.

Spannend wird es dann im zweiten Teil. Zunächst wird in den Fluff eingeführt: Die Menschheit hat dank des Warpantriebs den Weltraum kolonialisiert. Auch erwachende psionische Kräfte wurden zur Weiterentwicklung der Raumfahrt genutzt (so genannte Psitech entstand), bis eines Tages in einem nie ganz erforschten Ereignis beinahe alle Psioniker durch eine große Energiewelle umkamen oder verrückt wurden, was die Entwicklung der Menschheit um Jahrhunderte zurückwarf und viele Planeten in eine lange Isolation schickte. Das Regelwerk selbst befasst sich mit dem allmählichen Ende dieser Isolation durch nach und nach wieder von mutigen Abenteurern aufgenommenen Weltraumreisen.

Diese wenigen Informationen werden ergänzt durch diverse Hilfen, mit denen der Spielleiter relativ schnell einen Weltraumsektor für seine Kampagne entwerfen kann. Es werden Tabellen geboten, um Welten und darauf vorhandene Plothooks recht detailliert und schnell auszuwürfeln. Für die Umsetzung am Spieltisch gibt es diverse Improvisationshilfen wie Namenslisten, vorgefertigte Charakterwerte für NSCs, Instant-Firmen, –Religionen und –Parteien. Auch die Erschaffung eigener Alienrassen ist abgehandelt. Für die Interaktion und Entwicklung der Hintergrundmächte eines Sektors und auch dafür, wie die Spielercharaktere diese beeinflussen können, gibt es selbstredend ebenfalls einfach handhabbare Regeln.

Mit SWN macht Sandboxing wirklich Spaß und ist für den Spielleiter sehr einfach handhabbar. Man merkt dem System durchaus an, dass es ein Designziel war, dem SL möglichst viel Arbeit abzunehmen, und dieses Ziel kann durchaus als erreicht gelten.

SWN ist kostenlos als PDF erhältlich (Free Edition), eine Hardcover-Ausgabe (Core Edition) enthält als zusätzliches Gimmick noch einige Seiten mit Regeln für KIs als Spielercharaktere und Mechas.

Read Full Post »

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.